Jörg Haider ist tot. Er ist heute Nacht bei einem Autounfall unmittelbar nach einem Überholmanöver bei Klagenfurt ums Leben gekommen. Die offizielle Ursache ist nach Polizeiangeben noch unbekannt, aber Spekulationen und Gerüchte über mögliche Geheimdienstaktivitäten und Ähnliches ließen nicht lange auf sich warten. Natürlich, immer sind die anderen Schuld.
Ich kann nicht gerade sagen, dass mich die Nachricht über den Tod dieses Rechtspopulisten in trauerähnliche Zustände versetzt. Wirklich traurig ist, dass seine Frau und die beiden Töchter des 58-jährigen nun ohne Mann/ Vater leben müssen. Schadenfreude ist fehl am Platze. Auf der anderen Seite sollten Beileidsbekundungen und Rückblicke auf Haiders Leben keine Fakten verklären oder verharmlosen. Ich bin gespannt auf weitere Kommentare wie “Haider habe die österreichische Innenpolitik über Jahrzehnte geprägt” (Bundeskanzler Alfred Gusenbauer). Natürlich hat er das, dass dabei aber das “WIE” nicht in den Mund genommen wird, finde ich unverständlich und zynisch. Dieser Unfall-Tod entschuldigt bei aller Tragödie keine Bestrebungen, Ideologien und Handlungsweisen.
Via: tagesanzeiger.ch und n24.de