
„Christo Satánico“ heißt das aktuelle zweite Machwerk von ASESINO. Mit „aktuell“ meine ich, dass es seit Februar dieses Jahres auch hierzulande offiziell erhältlich ist, denn im Underground ist das Album bereits seit anderthalb Jahren bekannt. Ich kenne die Band (leider) erst seit einer Woche. Mit 17 Songs in großzügigen 51 Minuten ohne Langeweile wird dem geneigten Zuhörer derber und sauber produzierter Death Metal mit deutlichen Grindcore-Tendenzen um die Ohren geknallt. Sämtliche Texte sind in Spanisch gehalten, was dem Ganzen jenes räudige und fiese Feeling a la BRUJERIA aufdrückt. Spanisch und Death Metal – muy bien!
Die klangliche Nähe zu BRUJERIA kommt nicht von ungefähr, ist der Initiator von ASESINO kein geringerer als Dino Cazares, Mitbegründer und mittlerweile Ex-Mitglied von BRUJERIA. Bekannter dürfte dieser Mann als ehemaliger Gitarrist und Songwriter bei FEAR FACTORY sein, auch diese Einflüsse sind bei ASESINO deutlich hörbar.
ASESINO zeichnet sich durch präzise und abwechslungsreiche Spieltechnik von slow bis Geknüppel aus, ausgeschmückt mit gelegentlichem Keyboard-Einsatz (wie Track 14 „Cristo Satántico“) und dezenter Akustik-Gitarre (Song 17 „Matando güeros“). Darüber hinaus gefällt der vielfältig rübergebrachte „Gesang“ mit kurzweilig auch klarer Stimme in Track 15 „Y Tu Mama Tambien“ – hammergeiler Song, FEAR FACTORY lässt grüßen.
Meine Empfehlung: Am besten kaufen – zumindest mal reinhören!

Trackliste:
1. Advertencia
2. Regresando Odio
3. Maldito
4. Rituales Salvajes
5. Yo No Fui
6. Padre Pedofilo
7. Enterrado Vivo
8. Puta con Pito?
9. Adelitas
10. Twiquiado
11. Perro Primero
12. Sadistico
13. Batalla Final
14. Cristo Satántico
15. Y Tu Mama Tambien
16. Misas negras (Bonustrack)
17. Matando güeros (Bonustrack)
Auf der aktuellen CD im schicken Papp-Schuber enthalten ist das Video zu „Regresando Odio“. Wer Spanisch kann oder jemanden kennt, der Spanisch kann, sieht sich zudem in der glücklichen Situation, sich mit den abgedruckten Texten im Booklet auseinandersetzen zu dürfen.
Bandsite auf myspace: www.myspace.com/asesino
Reviews: Heidenlärm - Der Metal-Blog, Powermetal.de, METALGLORY